acemate 2.0 - Was sich ändert und was das für Sie als Lehrperson bedeutet
Zuletzt aktualisiert Vor 6 Tagen

Was ist „acemate“ 2.0?
acemate 2.0 ist die umfassendste Weiterentwicklung der Plattform seit ihrer Gründung. Dieses Update basiert dabei auf der konkreten Grundlage von zwei Jahren enger Zusammenarbeit mit unseren Partneruniversitäten, Lehrenden und Studierenden.
In dieser Zeit haben sich Anforderungen herauskristallisiert, die über das hinausgingen, was die bisherige Plattformarchitektur abbilden konnte. Wie lassen sich wiederkehrende Lehrveranstaltungen effizienter verwalten? Wie können Organisationen ihre Mitglieder, Rollen und Lizenzen zentral verwalten? Wie findet sich eine Studierende, die an fünf verschiedenen Kursen teilnimmt, schnell und ohne Umwege zurecht? Und wie stellt „acemate“ sicher, dass es sinnvoll mit bestehenden Hochschulsystemen wie LMS und SSO zusammenarbeiten kann?
acemate 2.0 gibt auf diese Fragen konkrete Antworten. Die Plattform erhält eine neue Kursstruktur, ein vollständig überarbeitetes Interface, ein Admin-Panel für Organisationen und ein neues technisches Fundament, das die Skalier- und Integrationsfähigkeit der Plattform für kommende Anforderungen sicherstellt.
Warum „acemate“ 2.0?
Hochschullehre ist selten ein Einzelereignis. Dieselbe Vorlesung kehrt Semester für Semester wieder, läuft parallel in verschiedenen Gruppen und wird von Lehrenden betreut, die gemeinsam auf dieselben Inhalte zurückgreifen. Die bisherige Kursstruktur in acemate war für diesen Alltag nur begrenzt geeignet: Inhalte mussten bei jeder neuen Durchführung neu aufgebaut oder mühsam dupliziert werden, eine getrennte Verwaltung von Inhalten und konkreten Kursgruppen war nicht möglich.
Gleichzeitig sind die Organisationen gewachsen. Wo anfangs einzelne Lehrende acemate in ihren Kursen einsetzten, koordinieren heute ganze Abteilungen, Lehrstühle oder Hochschulverwaltungen die Nutzung. Das stellt andere Anforderungen an Rollen, Rechte und Transparenz in Bezug auf Mitglieder und Lizenzen.
Auch auf Seiten der Studierenden haben sich die Ansprüche an digitale Lernumgebungen verändert. Sie sind moderne, übersichtliche Interfaces gewohnt und erwarten, dass sie schnell und direkt zu den für sie relevanten Inhalten gelangen.
acemate 2.0 wurde entwickelt, um all diesen Anforderungen gerecht zu werden.
Was sich für Sie ändert: die wichtigsten Neuerungen
Neue Kursstruktur: Masterkurse, Kohorten und Classes
acemate 2.0 führt eine neue Unterscheidung ein, die den Arbeitsalltag in der Hochschullehre besser abbildet: die Trennung zwischen allgemeinen Kursinhalten und konkreter Kursdurchführung.

Masterkurse dienen künftig als zentrale Inhaltsvorlagen. Hier werden Materialien, Kursstruktur und didaktische Rahmenbedingungen einer Lehrveranstaltung einmalig aufgebaut und gepflegt. Der Masterkurs selbst enthält dabei keine Lernenden. Er ist der gemeinsame Ausgangspunkt für alle auf dieser Vorlage aufbauenden Kohorten.
Kohorten sind die konkreten Durchführungen eines Masterkurses. Jede Kohorte hat ihre eigene Teilnehmergruppe, kann individuell ergänzt werden und bleibt ein geschlossener Lernraum. Die Grundinhalte stammen aus dem Masterkurs und müssen nicht erneut angelegt werden.
Ein konkretes Beispiel: Die Vorlesung „Makroökonomie 2“ findet jedes Semester statt. Die Inhalte werden einmalig im Masterkurs gepflegt. Für das Sommersemester 2026 und das Wintersemester 2026/27 werden jeweils eigene Kohorten erstellt, die auf denselben Inhalten aufbauen, aber mit getrennten Teilnehmergruppen arbeiten. Die jeweiligen Lehrenden auf Kursebene können die Inhalte ihrer Kohorten zudem durch eigene Materialien erweitern.
Klassen bleiben als einfacher, eigenständiger Kurstyp erhalten. Alle Kurse, die vor dem Start von „acemate“ 2.0 angelegt wurden, werden automatisch in das Klassenformat überführt. Eine manuelle Anpassung ist nicht erforderlich.
Neue Benutzeroberfläche für Lehrende und Studierende

Die Benutzeroberfläche von acemate wurde komplett überarbeitet. Der Zugang zu Kursinhalten ist direkter, die Kursübersicht übersichtlicher und die Abhängigkeit von der Seitennavigation wurde deutlich reduziert. Die Plattform hat einen stärkeren Kursplattform-Charakter erhalten, der sowohl für Lehrende als auch für Studierende den alltäglichen Umgang mit acemate deutlich vereinfacht.
Studierende können ihre Lernumgebung künftig stärker personalisieren. Elemente wie Leaderboards und Streaks lassen sich individuell anpassen, sodass die Plattform individuelle Lernstile besser widerspiegelt.
Admin-Panel und Organisationsverwaltung
Organisationen erhalten mit „acemate“ 2.0 ein eigenes Admin-Panel. Dort können Mitglieder eingeladen, Rollen vergeben und Lizenzen eingesehen werden. Die Verwaltung der Organisation findet somit an einem zentralen Ort statt, ohne dass dafür der Umweg über einzelne Kurse notwendig ist.
Rollen auf Organisationsebene:

Demnächst: Die Organisationsbibliothek
Eine weitere Neuerung befindet sich derzeit in der Entwicklung und wird nach dem Start von acemate 2.0 schrittweise eingeführt: die Organisationsbibliothek.
Die Idee dahinter: Inhalte, die innerhalb einer Organisation mehrfach verwendet werden, können künftig in einer gemeinsamen Bibliothek abgelegt und von verschiedenen Lehrenden für ihre eigenen Kurse genutzt werden. Das reduziert Redundanzen, fördert eine einheitlichere Nutzung der Plattform innerhalb einer Organisation und erleichtert die Zusammenarbeit zwischen Lehrenden.
Wir informieren Sie, sobald die Organisationsbibliothek verfügbar ist.
Rollen und Rechte auf Kurs-Ebene
Auch auf Kursebene wurde das Rollenkonzept präzisiert. Die folgende Übersicht zeigt, welche Rolle welche Möglichkeiten hat:

Was bleibt erhalten
Alle bestehenden Inhalte, Kursmaterialien und Lernfortschritte Ihrer Studierenden bleiben vollständig erhalten. Laufende Kurse werden automatisch in das neue Class-Format überführt und Nutzerzugänge bleiben bestehen. Es ist keine manuelle Vorbereitung, keine erneute Einpflege von Materialien und kein Neustart von Kursen erforderlich.
Das gilt auch für Kurse, die zum Zeitpunkt des Updates aktiv laufen: Alle eingeschriebenen Studierenden bleiben eingeschrieben, alle Materialien und Daten werden migriert, und der Kurs kann anschließend wie gewohnt fortgesetzt werden.
Offline-Phase und Zeitplan
Um die Datenmigration durchzuführen, wird acemate in der Nacht vom 14. auf den 15. Juni 2026 vorübergehend nicht erreichbar sein.
Die Umstellungsarbeiten werden am 15. Juni voraussichtlich von 04:00 bis 08:00 Uhr morgens stattfinden.
Bitte planen Sie in diesem Zeitraum keine Uploads, Kursveröffentlichungen oder Prüfungsaktivitäten ein. Lehrende müssen während der Offline-Phase nichts unternehmen. Die Migration erfolgt automatisch im Hintergrund. Nach dem Update lohnt sich eine kurze Einweisung in die neue Benutzeroberfläche, die neuen Rollen und die neue Kursstruktur. Gerne unterstützen wir Sie dabei aktiv, zum Beispiel in einer der unten ausgeschriebenen Einführungsveranstaltungen und über das aktualisierte Help Center.
Bei Problemen nach dem Update steht Ihnen das Support-Team von „acemate“ selbstverständlich direkt zur Verfügung. In den Wochen unmittelbar vor und nach dem Start werden Anfragen mit erhöhter Priorität bearbeitet.
Einführungsveranstaltungen und Support
In den Wochen vor dem Update bieten wir zwei hochschulübergreifende Einführungsveranstaltungen an, in denen wir gemeinsam mit Ihnen die neuen Funktionen durchgehen und auf Fragen zu Ihrer spezifischen Kurskonfiguration eingehen können.
08. Juni 2026, 16:00–16:45 Uhr – hier anmelden

10. Juni 2026, 09:00–09:45 Uhr – hier anmelden

Wir sind uns bewusst, dass ein Update dieser Größenordnung Fragen aufwirft und möglicherweise auch Reibungspunkte mit sich bringt. Das nehmen wir ernst. Sollten nach dem Launch Unklarheiten entstehen oder einzelne Funktionen nicht wie erwartet funktionieren, wenden Sie sich jederzeit direkt an das Support-Team – wir helfen Ihnen gerne weiter.
Kontakt: Direkt über unsere Support-Funktion oder per Mail an [email protected]